ÜBUNG MIT DEM HYDRAULISCHEN RETTUNGSSATZ

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Am 21.09.2020 hielten wir eine Übung zum Thema Personenrettung aus Fahrzeugen ab. Zu diesem Zweck ist eine richtige und rasche, jedoch auch sanfte und für den Patienten schonende Arbeitsweise wichtig. Einsätze dieser Art sind zum Glück in unserem Einsatzgebiet sehr selten, jedoch ist es daher umso wichtiger die notwendigen Tätigkeiten nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis, also an einem Fahrzeug durchzuführen. Da sich die Technik, und hier vor allem relevant die Sicherheitstechnik moderner Fahrzeuge stets weiterentwickelt, ist es enorm wichtig mit so aktuellen Fahrzeugen wie möglich zu arbeiten.

Aufgrund für uns glücklichen Umständen konnten wir ein relativ modernes Fahrzeug (in Hinblick auf Sicherheitseinrichtungen) bekommen und entsprechend beüben.

Die Übung wurde bewusst in die späten Abendstunden verlegt, um auch die Beleuchtung der Einsatzstelle und die unterschiedlichen Wahrnehmungen bei künstlicher Beleuchtung kennen zu lernen.

Unter großem Interesse der Teilnehmer wurde nun der gesamte Rettungsablauf besprochen und durchgearbeitet.

Der als Standardeinsatzregel vorgegebene Rettungsablauf besteht aus dem Absichern der Unfallstelle und des Unfallfahrzeuges, der Herstellung eines Brandschutzes und der Beleuchtung, der Schaffung einer Zugangsöffnung zum Patienten und in weitere Folge der Herstellung einer Rettungsöffnung und der Rettung des Verletzten aus dem Fahrzeug.



Durch die Teilnehmer wurden nun verschiedene Möglichkeiten der Fahrzeugsicherung und –stabilisierung erprobt. In weiterer Folge wurden die Tätigkeiten zur Erstellung der Zugangsöffnung und damit einhergehend auch die Funktion des inneren Retters (dieser ist für die Betreuung des Patienten während der Rettung zuständig und befindet sich wenn möglich beim Patienten im Unfallfahrzeug) besprochen.

Den überwiegenden Großteil der Übung nahm jedoch die Herstellung der Rettungsöffnung (diese muss groß genug für eine sichere und schonende Rettung des Patienten aus dem Fahrzeug sein) und die möglicherweise notwendigen Schritte zur Befreiung einer im Fahrzeug eingeklemmten Person ein.

Hier wurden den Teilnehmern verschiedene Herangehensweisen unter Verwendung der vorhandenen Mittel, wie insbesondere dem hydr. Rettungssatz bestehend aus Rettungsschere, Spreizer und Rettungszylinder, vorgezeigt, besprochen und am Fahrzeug angewendet. Da sich jeder Unfall und jedes Fahrzeug anders verhält und darstellt ist hier höchstes Improvisationstalent und auch technisches Verständnis des Gruppenkommandanten, des Einsatzleiters und vor allem des Rettungstrupps notwendig.

Zum Abschluss wurde noch das Thema Glasmanagement (hier geht es hauptsächlich um ein rasches und für den Patienten sicheres Entfernen der Fahrzeugscheiben) besprochen und an den noch intakten Scheiben des Fahrzeuges erprobt.

Das Ausbildungsteam der FF Hollenthon unter Kdt Stv BI Schwarz Christoph bedankt sich bei 12 Mitgliedern für die aktive Teilnahme an der Übung.

© 2016 by Michael Plaukovits